Spiritualität

Der stillen Stimme lauschen

Liebe ist unausweichlich und grenzenlos

Mit dem folgenden Text möchte ich Ihnen einen persönlichen Einblick in meine "intuitive spirituelle Wahrnehmung" bieten und Sie ermutigen, Ihre eigene Intuition aufzuspüren. Vielleicht begleitet auch Sie - wenn auch nur leise im Hintergrund - eine Stimme, die mehr Beachtung und Vertrauen verdient.

Sie stimmen vielleicht mit mir überein, dass wir uns als Menschen in der zeitlichen Dimension bewegen und in der Regel eine hohe und langanhaltende Lebensqualität anstreben. Und gleichzeitig wissen wir aus Erfahrung:  

Auch, wenn wir planen und Wünsche verfolgen, haben wir keine Kontrolle, sondern sind immer konfrontiert mit dem, was ist. Verlust und Enttäuschung führen uns die Begrenzung unseres DaSeins als Menschen wiederholt schmerzlich vor Augen.

"Spiritueller Kontakt" ermöglicht mir seit je her Zugang zum Bewusstsein, das der zeitlichen Dimension der materiellen Welt nicht unterworfen ist. Diese Verbindung habe ich inzwischen stärken können, sodass ich einen leichteren Umgang mit den Herausforderungen, die mir innerhalb der Begrenzung als Mensch in dieser Welt begegnen, finde. 

Es ist ein zeitloses unumstößliches intuitives Wissen, dass alles gut ist und das ich inzwischen gerade in schwierigen Situationen schneller präsent habe.

Der körperliche Tod setzt uns als Mensch die letzte Grenze.

Verstehe ich mich ausschließlich als dieses sterbliche Wesen mit diesem Körper und diesem Geist, 

erlebe ich diese Begrenzung als angstauslösende Ungeheuerlichkeit.  

Je häufiger ich den Fokus auf mein zeitloses Bewusstsein richte, kann ich mich und unser irdisches Leben,

das mich mit seinen Begehrlichkeiten, Drehungen, Wendungen, Begrenzungen und offenen Fragen wiederholt herausfordert, immer besser annehmen und lieben und mich - was ambivalent erscheinen mag - gleichzeitig besser lösen. 

Stille

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still, 

du mein tieftiefes Leben;

dass du weißt, was der Wind dir will,

eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,

lass deine Sinne besiegen.

Jedem Hauche gib dich hin, gib nach,

er wird dich lieben und wiegen.

Und dann meine Seele sei weit, sei weit,

dass dir das Leben gelinge,

breite Dich, wie ein Federkleid,

über die sinnenden Dinge. 

                                                      Rainer Maria Rilke