Selbstliebe

Wie Liebe gelingen kann

Der Sehnsucht folgen und sich erkennen

 

 Stimmt es, dass wir erst einmal lernen müssen, uns selbst zu lieben,

  als Voraussetzung, um andere Menschen lieben zu können?

  Dürfen wir vorher Beziehung wagen?

  Was ist Beziehungsfähigkeit?

  Wie lieben wir uns selbst auf gesunde Art? 

  

  Und was könnte dies alles mit Spiritualität zu tun haben?

 

  Ich möchte Ihnen mit dem folgenden Text die für mich derzeit wichtigsten Einsichten

  zu diesen Fragen in reduzierter Form nahe bringen.

 

Wer wir sind:  Ich-Entwicklung 

Wir sind mit einer individuellen Natur in einem begrenzten sterblichen Körper geboren.

Mit unserer Natur haben wir in existenzieller Abhängigkeit von unseren Eltern/Bezugspersonen überlebt 

und auf Reize reagiert. Das Umfeld und die Reaktionen, denen wir in den sensiblen ersten Lebensjahren

ausgesetzt waren, haben unseren Charakter geprägt. 

Liebeskampf

Je nachdem, wie sicher und geborgen wir aufgewachsen sind, (bestenfalls mit Bezugspersonen,

die uns angemessen schützten, verlässlich und umfänglich versorgten und unser individuelles Wesen feinfühlig erkannten, respektierten und förderten) finden wir uns in einem unterschiedlich starken Überlebens- und "Liebeskampf" wieder.

Doch selbst, wenn wir unter idealen Bedingungen - die es nicht gibt (!) - groß geworden wären,

sind wir mit den gleichen oben genannten Themen, der individuellen und der sterblichen Begrenzung, konfrontiert.

Mir scheint, dass wir Menschen die Tendenz haben, die unterschiedlichsten Auswege zu suchen,

um dem Schmerz und der Angst, die diese Grenzen mit sich bringen, zu entkommen!   

Beziehungsfähigkeit

Wir sind von Natur aus soziale Wesen. Insofern stellt sich meiner Meinung nach nicht die Frage ,

ob wir beziehungsfähig sind. 

Im Kontakt mit Menschen stoßen wir auf Grenzen, zuerst mit unseren Eltern/Bezugspersonen. 

Später erfahren wir diese Grenzen mit anderen Menschen, meist mit unseren PartnerInnen besonders tiefgehend.

Im Gegenüber lernen wir uns selbst als Menschen kennen und zwar mit dem, was wir in uns bereits annehmen 

und mit dem, was wir in uns noch nicht sehen. 

Letzteres sind die Seiten, die aufgrund unserer Natur in uns angelegt sind, die wir jedoch noch nicht 

(vollständig oder ungünstig) ausgebildet haben und uns deshalb bei anderen Menschen stark anzieht oder abstößt.

Ziehen sie uns an, kann es sein, dass uns genau diese Seiten nach einer Weile anstrengen und ärgern. 

Manchmal rufen sie Neid oder auch Ängstlichkeit hervor.  Lehnen wir sie im Gegenüber ab, lehnen wir sie auch in uns ab. Kämpfen wir gegen sie im Gegenüber, führen wir an der Stelle eigentlich einen Kampf in uns. 

Reagieren wir überheblich oder laufen vor ihnen weg, wollen wir sie in uns (noch) nicht (vollständig) sehen/annehmen.

Während unseres Lebens treffen wir immer wieder auf Menschen, die uns genau an diesen Entwicklungspunkten herausfordern. Wenn wir das bemerken, lohnt es sich, innezuhalten.

Das Geschenk

Gelingt uns Begegnung an unseren Grenzen, weiten wir unsere SelbstLiebe. 

Gelingt uns dieser spannende Moment mit unserem Partner/unserer Partnerin, erwacht möglicherweise die sexuelle Anziehung erneut und schenkt uns tiefe Erfüllung. Liebende Sexualität betrachte ich als einen beglückenden Ausdruck gelebter Spiritualität.

Die Bewusstwerdung der allumfassenden ewigen Existenz "göttlicher" Liebe und die Sehnsucht, 

diese Liebe und Geborgenheit als Mensch zu erfahren, sind für mich untrennbar!