Methoden

Wertschätzung und erlebnisintensive Methoden

Zwei Schafe gegenüberliegend blökend

Klientenzentierte Gesprächsführung  -  Akzeptieren was ist

Neben der systemischen Sichtweise und entsprechender Gesprächsmethoden, die den Blick auf die Situation weiten,

indem verschiedene Perspektiven eingenommen werden und die Situation in einen Gesamtzusammenhang gebracht wird, wende ich die klientenzentrierte Gesprächsführung nach C. Rogers an.

Liebe wirkt

Rogers konnte belegen, dass Liebe wirkt!

Es geht um vollkommene und aufrichtige Akzeptanz des Gegenübers. 

Es geht darum eine Begleitung anzubieten, die zum immer tiefer gehenden Selbstverständnis führt.

Interessanterweise entsteht mit der Akzeptanz mit dem was ist, ein Boden, der eigene Veränderungsideen

hervorrufen kann. Auf diese Weise passiert Selbstheilung.

Vorteile in der Paartherapie

Gerade im paartherapeutischen Kontext bringt diese Art der Begleitung wichtige Vorteile mit sich:

Jeder der Partner wird vom Therapeuten gehört, verstanden und akzeptiert. Dies führt zur ersten Beruhigung,

sodass das Bedürfnis vom Partner verstanden zu werden, nicht mehr so dringlich ist.

Der Fokus richtet sich nach innen und führt dazu, sich selbst Einfühlung zu schenken und schließlich

für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse Verantwortung zu übernehmen.

So vergrößert sich bei den jeweiligen Partnern der innere Raum, der es ermöglicht, den anderen Partner wahrzunehmen. Dass dieser mit dem Therapeuten spricht, und das Gespräch nicht, wie sonst, untereinander passiert,

hat einen weiteren Vorteil: Die Partner verstehen die Informationen weniger als Vorwurf, sondern eher als sachliche Information.

Es passiert ein weniger bewertendes „Hin“- statt „Zu“- hören und damit einhergehend für diesen mehr Verständnis

und Mitgefühl. Somit sinkt die Erwartung vom anderen Partner verstanden und geliebt zu werden und gleichzeitig wächst die Fähigkeit, den Partner zu sehen und zu lieben.

Im Spiegelbild des Gegenübers

Beobachten Sie in Ihrem Leben Wiederholungsmuster, die Sie irritieren? Es fällt Ihnen schwer, doch es dämmert Ihnen,

dass das, was Sie immer wieder erleben, vielleicht doch auch etwas mit Ihnen und Ihrem Verhalten zu tun haben könnte?  

"Was ist es, das ich da nicht sehen kann?!"

"Gibt es tatsächlich einen Schatten, auch bei mir, der beleuchtet werden will?", fragen Sie sich vielleicht. 

Das ist ein wichtiger Moment, in dem es darum geht zu vertrauen - und zwar in erster Linie sich selbst

und dem eigenem Wert, der unerschütterlich besteht, egal welchem Schatten Sie vielleicht auf der Spur sind.

Hier ist Begleitung und Unterstützung besonders wert- und sinnvoll.

Es ist möglich, dass in Ihnen an dieser Stelle der Wunsch wächst, noch tiefer zu blicken. Vielleicht spüren Sie in sich  

die Sehnsucht nach "ganzheitlichem Verstehen", das die Hoffnung in sich birgt, zur Ruhe zu kommen, ohne aufgeben zu müssen!  

Erlebnisintensive Methoden  -  Effekte erlebter Kommunikation

Wissen alleine reicht nicht

Tiefsitzende sich wiederholende Verhaltensmuster gehen oft mit festsitzenden falschen Überzeugungen über sich

und andere Menschen einher. Es ist möglich, dass wir uns auf kognitiver Ebene bereits über die Falschheit entsprechender Haltungen gegenüber Menschen oder Situationen bewusst sind. 

Dennoch wirkt sich dies nicht so auf das Miteinander aus, wie wir es uns vielleicht wünschen. 

Die Macht des Unterbewussten

Aufgrund Ihrer Wirkungsweise sind sogenannte erlebnisintensive Methoden deshalb so geeignet!  

Durch spielerische Übungen finden analoge Methoden Anwendung. Diese Methoden, z.B. in Form von kleinen Rollenspielen, Visualisierung mit Symbolen, Metaphern etc. schaffen Verknüpfungen über Areale der linken Gehirnhälfte. Innerer Bilder werden hervorgerufen und kinästhetische Prozesse aktiviert.

Auf diese Weise gelangen neue, nutzbringende Einsichten in Ihr Unterbewusstes.

Das Wissen sickert tiefer in Ihren "Emotionalkörper" ein.  Denken, Fühlen und Handeln

wird mit Anwendung erlebnisintensiver Verfahren verknüpft, sodass effektive Lernprozesse angeregt werden,

wie die moderne Hirnforschung belegt. Durch entsprechende hirnphysiologische Zusammenspiele wird zudem

Ihre Kreativität angeregt, sodass individuelle Veränderungsprozesse in Gang gesetzt werden.  

Im paartherapeutischen Prozess fördert das gemeinsame emotionale Tun und Erleben darüber hinaus

die Verbundenheit zwischen den Partnern. 

achtsame Körperberührungen unterstützen

Wenn es passt, arbeite ich darüber hinaus mit intuitiven Körperberührungen, die Ihnen helfen Spannungen zu lösen.

Auch leite ich gegebenenfalls körpertherapeutische Methoden an, die, regelmäßig zuhause angewandt,

auf längere Sicht die Verarbeitung von Traumata, welche sich im Körper manifestiert haben, fördern.   

Veränderung  -  Geduldige Annahme und Stopp

Veränderung passiert auf vielen Ebenen und braucht Zeit. Es beginnt meist damit, zu bemerken, wie häufig wir 

Erlebnisse nachteilig deuten. Abstand ermöglicht eine neutralere Sichtweise, die uns weniger angreifbar macht

und hilft uns, gewohnte destruktive Handlungsmuster zu unterbrechen. 

Um Distanz wahren zu können, benötigen wir in Situationen, die wir, aufgrund unserer Bewertungen, möglicher Traumata und entsprechend aufsteigender Emotionen herausfordernd erleben, ein "Stopp", das wir uns selbst geben.  

Wir dürfen beobachten, was in uns passiert, die Gefühle wahrnehmen ohne zu handeln. Das Einnehmen verschiedener Perspektiven ermöglicht uns Wahlfreiheit. Wir entscheiden, wie wir auf die Sache blicken. Es fällt uns zunehmend leichter, Menschen und Situationen anzunehmen, wie sie sind. So entsteht nach und nach ein Lebensgefühl,

eine Lebensfreude, die unabhängig von den äußeren Umständen ist, und eine Grundlage, eine Stabilität,

die uns befähigt, die eigenen und fremden Grenzen früher zu erkennen und zu respektieren.

Sich beobachten und annehmen, ohne zu handeln, ist, so paradox es klingen mag, der erste und manchmal sogar einzige Schritt, der Veränderung bewirkt - und wenn es der innere Widerstand ist, den wir uns erlauben dürfen, anzunehmen!